Fahren wie wenn Mutti daneben sitzen würde
Erstmals hat man bei Gran Turismo 5: Prologue das Gefühl, Teil eines echten Rennens zu sein. Die K.I. der Fahrer wurde aufpoliert, bis zu 16 Fahrer kämpfen jetzt um einen Platz an der Spitze. Die Gegner überholen und verursachen so auch manchmal Unfälle. Die K.I. schafft es jedoch nicht durchgehend den Spieler unter Druck zu setzen, denn ist einmal die Führung erreicht, stossen nur noch grobe Fahrfehler den Spieler vom Thron.
Für Profis hilft die Einstellung „Profi-Fahrphysik“, jedoch kommt diese nicht an GTR oder rFactor heran. Die Steuerung der Fahrzeuge ist jedoch einfach toll, man hat ein sehr schönes Fahrgefühl und kann auch problemlos mit dem Gamepad spüren wie die Räder langsam den Halt verlieren und dann versuchen wieder gegenzusteuern. Mir hat hier jedoch der Rumble gefehlt, denn wir testen Spiele grundsätzlich mit der „Standard Steuerung“ und diese ist bekanntlich nicht mit dem Rumble gesegnet worden. Ein Schadensmodell fehlt leider auch, kein Kratzer, keine Dellen und auch keine eingedrückte Stossstange. Meiner Meinung nach wäre genau dies jedoch für ein Spiel wichtig, welches sich selbst „The Real Driving Simulator“ nennt.

Polyphony Digital ist bei ihrem aktuellen Titel auch auf einen Wunsch vieler GT-Fans eingeangen. Neben der Motoransicht hat man nun eindlich auch eine Cockpitansicht eingebaut. Man scheint ein bisschen zu weit vorne zu sitzen, hat dafür auch auf einem Standard-Fernseher die Strasse immer noch gut unter Kontrolle. Hilfreich sind auch die Rückspiegel, mit denen ihr die anrollende Konkurrenz besser unter Kontrolle habt. Grafisch gehört Gran Turismo 5: Prologue zu den Höhepunkten auf der PlayStation 3, jedoch schmerzten mir teilweise die Augen, weil es an allen Ecken und Enden flimmerte. Das Spiel scheint Kantenglättung einfach nicht zu kennen und dies sieht einfach schlecht aus wenn die super schönen Boliden irgendwie plötzlich nur noch nach Zackellinien aussehen.