Metal Gear Solid 4 ist der letzte Teil mit Snake – doch in genau diesem Teil sollen auch die losen Story-Stränge aus dem Vorgänger zu einem Ganzen zusammen geführt werden. Wir haben für euch den absoluten PS3-Überknaller getestet.
Ums gleich von Anfang an zu sagen, die ersten bewegten Bilder von MGS4 generieren mehr Fragen als Antworten. Snake sieht schlecht aus – der ehemalige Undercover-Strahlemann hat sich zu einem gebrechlichen, alten Mann entwickelt. Aber keine Angst natürlich werden einige Fragen beantwortet, natürlich auch wieder in ellenlagen Zwischensequenzen. Die Hauptcharakteren quasseln stundenlang miteinander oder führen Selbstgespräche. Der Rekord ist etwas mehr als 1 Stunde, MGS Fans sind darüber natürlich erfreut, Shooter-Spieler würden lieber den Controller aus dem Fenster schmeissen.

Die Geschichte ist sehr komplex, jedoch auch überaus spannend. Der Spieler erfährt was aus Liquid Ocelot geworden ist, wie es mit Raiden weitergeht und was das Foxdie-Virus mit Snake angestellt hat. Die Optik wirkt extrem lebensnah, die Mimik der Charakter wie Liebe, Trauer und Schuld sehen einfach genial aus. Die Grafik hingegen könnte besser sein, die Cut Scenes sehen perfekt aus, die Texturen der Innenräume sind jedoch verwaschen und erinnern dabei teilweise an die PS2-Vorgänger. Kojima hatte ja bereits in einem Interview gesagt, dass die PS3 leider nicht wie erwartet eine Traumkonsole geworden ist und es zu viele Beschränkungen in der Hardware gibt. Ob dies jedoch nur eine Ausnahme ist oder nicht, möchten wir hier nicht kommentieren, denn Uncharted: Drakes Schicksal wirkt grafisch wunderschön.